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Was ist ein Bettsofa?
Ein Bettsofa ist ein Schlafsofa welches jede Nacht zum Schlafen benutzt werden kann. Wir sprechen deshalb auch von einem Dauerschläfer. Material und Verarbeitung sind für eine regelmäßige Nutzung geeignet und heben sich daher von normalen Schlafsofas ab. Aufgrund dieser Definition sind unsere Bettsofas immer mit Federholzleisten und Kaltschaum Matratzen gefertigt. Der Faltbettmechanismus, auch Express Bettfunktion genannt, ist die am meisten genutzte Bettfunktion in einem Bettsofa.
So erhalten Sie die Qualität Ihres Bettsofas über viele Jahre!
Qualität, Pflege, Gebrauchsverhalten und Tipps.
Damit eine zuverlässige Benutzung auf Dauer möglich ist, sollten Sie diese Punkte auf jeden Fall beachten:
- Armlehnen, Rückenteile und Fußteile sind nicht als Sitzflächen geeignet.
- Wenn Sie das Bettsofa ausklappen, bitte die Bedienung mittig vornehmen. Alternativ kann es links und rechts gleichzeitig bedient werden.
- Aufgrund der Metallbeschläge können Geräusche entstehen.
- Das Metallgestell muss gepflegt werden. Bitte die Punkte, an denen Metall auf Metall trifft, ein- bis zweimal im Jahr pflegen und reinigen. Wir empfehlen daher die Benutzung von Silikon- oder Graphitspray.
Pflegen Sie das Bettgestell zum Beispiel mit Vaseline-Spray. - Große Liegeflächenbreiten können zu mittigen Schlaflagen (Kuhlenbildung) führen. Achten Sie beim Probeliegen darauf.
- Bitte Kopfkissen und Bettdecke vor dem Einklappen vom Bettsofa nehmen und nicht mit einklappen. Spannbettlaken kann auf der Matratze mit eingeklappt werden, aber darauf achten, dass sich das Bettlaken nicht im Faltbettgestell verfängt.
- Die meisten Sofabetten klappen Sie nach vorne aus. Dafür benötigen Sie zwischen 215cm und 250cm.
Was Sie vor der Kaufentscheidung noch beachten sollten!
Oft sind es räumliche und bauliche Gegebenheiten, die bei der Entscheidung für ein Sofa eine Rolle spielen. Ihr Sofa muss zum Bestimmungsort gelangen und dort verwendet werden können. Deshalb beachten Sie folgende Details:
- Raummaße nehmen. Kann das Sofa im geschlossenen und verwandelten Zustand gestellt und benutzt werden. Entsprechend müssen Sie den Abstand zu Wänden und Decken mit einkalkulieren.
- Ist der Boden für die Nutzung geeignet und ist er waagerecht.
- Ist ausreichend Platz für eine Anlieferung vorhanden?
- Messen Sie vorher jede Türbreite, Treppenhäuser, Fenster. Sind Dachschrägen, Wendel-/Behelfstreppen oder Mauervorsprünge vorhanden. Sprechen Sie mit Ihrem erfahrenen Verkaufspersonal, bevor Sie sich für ein Sofa entscheiden.
Polstermöbel – Produktdetails
Das sollten Sie wissen.
Das Sofagestell
Je nach Modell besteht das Gestell aus einer Mischung unterschiedlicher Materialien. Die Querverbindungen und tragenden Teile sind aus Fichten-Massivholz und /oder Buchen-Massivholz. Flächige Werkstücke sind aus Spanplatten, OSB-Platten oder Sperrholz gefertigt. Die Verbindung zwischen flächigen Teilen und Querverbindungen besteht aus einer Hartfaserplatte oder Hartpappe.
Unterfederung im Sitz
Die meisten Sofas werden mit Stahlwellenfedern (Nosag-Federn) versehen. Seltener und nur bei Sofas mit sehr weichem Sitzkomfort kommt die Gurtfederung zum Einsatz. Diese Polsterung besteht aus elastischen Gurten. Für Schlafsofas werden auch Federholzleisten verwendet.
Unterfederung im Rücken
Die Rückenlehnen werden meist mit elastischen Polstergurten ausgestattet, bei manchen Sofas wird auch eine Unterfederung aus Hartfaserstreifen mit Polyätherschaum verwendet.
Sitzpolsterung
Drei Polsterungen verwenden wir: Federkern, Kaltschaum und Polyätherschaum.
Polyätherschaum und Kaltschaum unterscheiden sich vor allem darin, dass der Kaltschaum größere unregelmäßige Poren besitzt, die eine bessere Luftzirkulation und eine höhere Punktelastizität aufweisen. Es können unterschiedliche Sitzhärten mit den unterschiedlichen Schäumen erreicht werden. Der Kaltschaum ist dabei der langlebigere Schaum, da er oft mit einem höherem Raumgewicht ausgewählt wird.
Alle verwendeten Schaumstoffe werden schadstoff- und FCKW-frei hergestellt.
Sitzhärtenunterschiede
Je nach Aufbau eines Polstermöbels, kann es konstruktionsbedingt zu Sitzhärtenunterschieden kommen. Zum Beispiel können bei Ecksofas mit runden Eckelementen keine Wellenfedern in diesem Element (bedingt durch die Form) eingebaut werden. Die Ecke wird mit einer Gurt-Unterfederung gebaut, so kommt es zu einem Sitzhärtenunterschied zwischen dem Eckelement und den übrigen Sitzflächen.
Auch bei Sofas mit Schlaffunktion kommt es zu Unterschieden. Die Sitzflächen sind mit Nosag-Federn unterpolstert, der Rahmen der Schlaffunktion hat, bedingt durch seine spezielle Funktion, eine kleinere Sitztiefe und ist nicht mit einer Nosag-Federung gebaut. Dadurch wird die Schlaffunktion in der Sitzhärte fester.
Durch den Gebrauch wird es beispielsweise eine Veränderung der Sitzhärte geben. Neue Polstermöbel durchlaufen einen Prozess, die Bezeichnung hierfür ist „Einfedern“. Durch den Gebrauch lässt die Polsterung etwas nach, daher sollte jeder Platz auf einem Sofa gleichmäßig benutzt werden. Um eine gleichmäßige Sitzhärte zu erhalten, ist es wichtig ab und zu die Sitzposition zu verändern.

Sitzschrägen
Sitzschrägen werden in ein Sofa eingebracht, um einen besseren Sitzkomfort zu erzielen. Bei einer Sitzschräge wird es im Vorderkantenbereich eine Wölbung geben. Bei einigen Sofas kommt es zu einer konstruktionsbedingten Sitzschräge, wenn es nicht möglich ist, bei jedem Element die gleiche Sitzschräge zu realisieren.
Wellenbildung
Es werden zwei Polsterungen unterschieden: straffe und legere Polsterung.
Die straffe Polsterung erkennt man an dem scheinbar gewölbten Sitz. In den meisten Fällen handelt es sich um eine Federkernpolsterung. Man sinkt in diese Polsterung nicht ein, sondern sitzt mehr auf dem Polster.
Die legere Polsterung ist weich und anschmiegsam. Sie passt sich dem Körper besser an. Der Bezug und die Polstervliesmatte sind nicht durchgehend mit der Polsterung verklebt, sondern lose aufgelegt. Dieses Polsterung ermöglicht eine unbegrenzte Formgebung. Inzwischen ist diese Polsterung am meisten verwendet.
Stoff, Kunstleder und Leder verändern sich unter dem Einfluß von Körperwärme, – feuchtigkeit und – gewicht. Aus diesem Grund dehnen sich die Bezüge und dadurch entstehen „Wellen“. Durch die Belastung des Sitzpolsters entsteht eine Sitzmulde. Der Bezug gleicht diese Vertiefung aus. Die Wellenbildung auf Sitz-, Rücken und Armlehnen ist deshalb material- und konstruktionsbedingt. Bei losen Rückenkissen ist es notwendig, diese aufzuklopfen und in die ursprüngliche Form zurückzubringen.
Lose Rückenkissen
Kissen müssen aufgeklopft werden, um sie wieder in Form zu bringen.

Möbelstoffe
Die Herstellung von Stoffen geschieht heute mit Materialien, die schadstoffarm und daher nicht gesundheitsschädigend sind. Allergische Reaktionen können aber nicht völlig ausgeschlossen werden. Die Bezüge müssen hohe Gewichtsbelastungen, Scheuerbewegungen und andere Einflüsse wie Licht, Wärme, Staub und Verschmutzungen aushalten. Die Intensität der Nutzung, Tabakrauch, Schweiß und Ihr persönliches Pflegeverhalten bestimmen die Langlebigkeit des Bezugmaterials.
Was sind Scheuertouren?
Die Bezeichnung Scheuertour stellt den Gebrauchswert von Bezugsstoffen dar. Ermittelt wird die Widerstandsfähigkeit durch eine Scheuerprüfung. Das am häufigsten eingesetzte Verfahren ist die Martindale Methode. Die Nutzung des Bezugsstoffes wird in einer Simulation unter Gewicht und Reibung nachgebildet. Dazu wird in einer Maschine ein Stoffmuster gegen einen Teststoff gerieben. Je höher die Scheuertour ist, desto später setzt der Verschleiß ein. Die Scheuertour trifft keine Aussage über das optische Verhalten des Stoffes! Jeder Stoff verändert sich. Je nach seiner Beschaffenheit fällt diese anders aus. Auch bezüglich der Wellenbildung trifft die Scheuertour keine Aussage!
Ab 15000 Scheuertouren ist ein Stoff für die private Nutzung geeignet.
Für ein häufige Nutzung, zum Beispiel im Büro, sollte ein Stoff mindestens 25000 Scheuertouren aufweisen.
Im Öffentlichen Nachverkehr werden zum Beispiel Stoffe ab 45000 Scheuertouren eingesetzt.
Farbechtheit
Aus farbtechnischen Gründen wird für eine absolute Farbechtheit keine Gewähr übernommen. Kleine Farbabweichungen zwischen den beim Kauf vorliegenden Muster und dem gelieferten Sofa sind möglich. Aus diesem Grund sind Nachbestellungen oft schwierig.
Lichtechtheit
Alle von uns verwendeten Stoffe werden einer Lichtechtheitsprüfung unterzogen. Allgemein ist festzustellen, dass jeder Bezugsstoff bei direkter Sonneneinstrahlung und Halogenlicht mehr oder weniger stark ausbleicht. Dabei sind Naturfasern und helle Stoffe eher anfällig für eine Veränderung, als Kunstfasern und dunkle Töne.
Changieren
Der Flor eines Stoffes erhält während der Produktion eine Strichrichtung. Durch diese Florlage entsteht je nach Lichteinfall, bzw. Blickrichtung der Eindruck, dass der Stoff an manchen Stellen heller oder dunkler wirkt. Dieses Effekt nennt man Changieren.

Pilling
Pilling nennt man die Knötchenbildung bei Stoffen. Sie entstehen durch lose Partikel des Garns und Bekleidungsfusseln. Beispielsweise bei Flach- und Mischgeweben ist Pilling anzutreffen. Mit speziellen Fusselrasierern lassen sich diese Knötchen ohne problemlos entfernen. Dies ist für den Stoff unbedenklich und mindert die Qualität nicht.

Sitzspiegel
Sichtbare Florlagenveränderungen, die zum Beispiel verursacht sind durch Druck, Körperwärme, Körper- und Luftfeuchtigkeit nennt man Sitzspiegel. Besonders oft gibt es eine sichtbare Veränderung bei Velouren und Mikrofaser.

Statische Aufladung
Möbelstoffe können sich elektrostatisch aufladen. Infolge von Reibung mit Bekleidung und einer zu trockenen Luft kann dieses Phänomen auftreten. Lang anhaltende Heizperioden können den Stoff so weit austrocknen, dass es notwendig wird, die Luftfeuchtigkeit im Raum zu erhöhen. Ideal dafür sind Topfpflanzen, Luftbefeuchter oder Antistatiksprays (Bitte vor Gebrauch an einer unauffälligen Stelle des Sofas testen, um die Stoffverträglichkeit zu prüfen!!!).
Druckstellen
Samtstoffe sind einfarbig und bedingt durch den Flor besonders druckempfindlich.
Laufrichtung von Stoffen
Die verwendeten Stoffbahnen sind ca 140cm breit. Bedingt durch die Stoffbreite, sind auf dem Sofa unterschiedliche Laufrichtungen des Stoffes vorhanden. Vor allem bei Stoffen mit einem hohen Flor kann es zu unterschiedlichen Strichrichtungen, d.h. Optiken kommen.
Verfärbung durch Fremdstoffe
Je heller ein Bezugsstoff ist, desto empfindlicher ist dieser gegenüber Anfärbungen durch Fremdstoffe. Besonders dunkle Jeanshosen können eine solche Verfärbung verursachen. Es handelt sich bei einer solchen Verfärbung, um einen Mangel des Bekleidungsstoffes, jedoch nicht an dem Stoff des Sofas.
Richtige Pflege von Stoffen
Regelmäßige Pflege ist wichtig für die Langlebigkeit des Stoffes. Deshalb sollten Sie Verschmutzungen (Hausstaub, Krümel, Fusseln u.ä.) regelmäßig entfernen. Das Absaugen mit einer Polsterdüse, bei geringer Saugstärke!!! und Abbürsten mit einer weichen Bürste (Kleiderbürste) in Strichrichtung sind beispielsweise zwei gute Herangehensweisen. Ebenfalls sollte der Stoff mit einem feuchten, aber nicht nassen, Leder abgerieben werden. Hierdurch geben Sie dem Stoff Feuchtigkeit wieder, die die Fasern elastisch hält.
Diese Tipps sollten Sie beachten:
- Vermeiden Sie zu viel Wärme.
- Keine direkte Platzierung an Öfen, Kaminen oder Heizkörpern.
- Auf Bodenfreiheit achten.
- Zu viel Feuchtigkeit ist schädlich.
Stellen Sie Ihr Sofa nie direkt an eine Wand. Halten Sie ausreichend Abstand, damit Luft zirkulieren kann. Nach Renovierungsarbeiten ist auf eine gute Lüftung und Trocknung zu achten, weil sonst Abfärbungen und Gerüche entstehen können.
Haustiere
Haustiere können jedem Bezug schaden!
Geruch
Neue Möbel, auch Sofas haben einen gewissen Eigengeruch. Leder riecht zum Beispiel stärker als Stoff. Nach einer Gewöhnungsphase verfliegt dieser Geruch, dies kann einige Wochen oder Monate dauern. In diesem Fall kann Stoßlüften helfen. Weiterhin zu empfehlen ist auch ein leichtes Abwaschen mit einem Neutralreiniger oder Lederpflegemittel.
Zertifikate
In Deutschland und dem EU-Bereich hergestellte Polstermöbel unterliegen strengen Richtlinien. Die verwendeten Materialien sind schadstoffarm und nicht gesundheitsschädlich. Allergische Reaktionen können aber bei keinem Material ausgeschlossen werden.
Wenn spezielle Zertifikate vorliegen, weisen wir bei dem Produkt daraufhin. Es handelt sich dabei um spezielle Stoffe, Schäume und Matratzenbezüge zum Beispiel: Öko Tex 100, Blauer Engel
Handarbeit
Ihr Sofa ist in Handarbeit gefertigt und somit ein Unikat. Maßabweichungen innerhalb eines Sofas sind konstruktionsbedingt und ein Indiz für Handarbeit. So kann es zu Abweichungen zwischen den einzelnen Sitzelementen eines Sofas kommen, z.B. bei Rückenlehnen in Höhe und Tiefe. Wenn Funktionen, wie z.B. Rückenverstellungen in einem Sofa eingebaut werden, können Unebenheiten zu den danebenliegenden Rückenlehnen führen, dies gilt auch für Kopfstützen. Weiterhin ist es möglich, dass beim Zusammennähen der einzelnen Elemente leichte Wellen entstehen, vor allem bei runden Formen ist dies möglich.





Beanstandungen
Bei Beanstandungen ist uns ein sachlicher Umgang wichtig. Eine fachliche Aufklärung ist eine gute Basis für eine sachgerechte Lösung. Deshalb verweisen wir schon beim Beratungsgespräch auf die oben aufgeführten Punkte und weisen vor Abschluss des Kaufvertrages erneut daraufhin. Diese Informationsseite soll Ihnen vor einer Entscheidung alle wichtigen Grundlagen zur Verfügung stellen.
Gerne verweisen wir auf die Allgemeine Beschaffenheits- und Beurteilungskriterien (Quelle RAL-GZ 430/ Ausgabe 2008 für industriell hergestellte Möbel).
Sollte es zu unterschiedlichen Sichtweisen über eine Beanstandung kommen, erfolgt eine Sichtprüfung (Inaugenscheinnahme). Dabei sind folgende Kriterien wichtig.
Der harmonische Gesamteindruck wird beurteilt, dies aus einem Abstand von 2-3 Metern.
Details werden aus einem halben Meter Entfernung beurteilt.
Als Beurteilungsgrundlage sind anzuführen:
Normalsichtige Augen
Diffuses Tageslicht (ohne direkte Sonnen- oder künstliche Lichteinstrahlung) (Quelle RAL-GZ 430/4)
Bei Beanstandungen muss der unvoreingenommene Betrachter (Laie) diese sofort wahrnehmen können. In Streitfällen können Sachverständige für industriell hergestellte Möbel über die jeweilige Industrie- und Handelskammer benannt werden.